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Bahn + Bus Obwalden besucht die zb in Stansstad


Die Interessengemeinschaft Bahn+Bus Obwalden lud die Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit zu einem Besuch der Zentralbahn zb an ihrem Hauptsitz in Stansstad ein. Eine Führung durch die Werkstätte sowie in der Leitstelle ermöglichten einen überaus eindrücklichen Einblick hinter die Kulissen. Für BBO diente der Besuch einerseits der Kontaktpflege mit einem der wichtigsten Partner. Andererseits können die künftigen Gespräche noch gezielter auf die Möglichkeiten der zb abgestimmt werden.

Der Besuch der zb-Zentrale begann mit einem stimmungsvollen Einstieg. Bahn+Bus Obwalden empfing die rund 30 Besucher mit einem Apero auf einem Kursschiff ab Alpnachstad. Von dort führte die Schifffahrt in angeregter Stimmung nach Stansstad. BBO Präsident Peter Spichtig begrüsste die Gäste und wies auf die enormen Fortschritte hin, die der öffentliche Verkehr in den vergangenen Jahren aufweist. Nun gebe der Besuch allen Gelegenheit, hinter den Kulissen zu schauen, wie die zb die erhöhten Anforderungen bewältigt. Der Geschäftsführer der Zentralbahn, Josef Langenegger orientierte über die weiteren Pläne der zb, die ab 2014 einen erneuten Quantensprung im Angebot bringen sollen. Die integrale Doppelspur zwischen Luzern und Hergiswil-Matt bildet die unerlässliche Voraussetzung dazu.



 

Werkstatt pflegt ihre Stärken

Der Leiter der zb Werkstatt Stansstad, M. Seyller, führte die Besucherinnen und Besucher durch die verschiedenen Bereiche der ausgedehnten Werkstatthallen. Auf besonderes Interesse stiess eine Unterflurdrehbank. Diese erlaubt es, auf einfache Weise die metallenen Räder von Wagons und von Lokomotiven wieder in eine perfekte Rundung zu bringen. Ein halb ausgeräumter Eisenbahnwagen in der Nebenhalle fiel ebenfalls auf. Die Erklärung dazu: In der langen Tunnelstrecke nach Engelberg muss künftig der Brandschutz vermehrt beachtet werden. Deshalb müssen die Polster ausgewechselt werden, damit sie im Brandfall der Hitze viel stärker widerstehen können. Die aufwändigen grossen Revisionen werden heute in der zweiten zb-Werkstätte in Meiringen ausgeführt. Stansstad spezialisiert sich auf den täglichen Unterhalt, auf die laufenden Reparaturen sowie spezielle Anpassungen. Insgesamt werden 14 Handwerker beschäftigt.

Die neuen Züge tragen die Bezeichnung SPATZ, oder Schmalspur-Panorama-Triebzug. Sie besitzen keine separate Lokomotive, sondern die Antriebe sind im mittleren Wagen der Komposition unterhalb der Karosserie eingebaut. Dadurch kann der ganze Zug trotz Antrieb in der Mitte längs durchlaufen werden.

Leitstelle ist Herzstück des laufenden Betriebs

Als Bahnkunde fragt man sich oft, wie die Signale und Weichen oder die Anzeigen und Durchsagen am Lautsprecher zustande kommen. Der Besuch in der Leitzentrale brachte einen ausserordentlich aufschlussreichen Einblick. An insgesamt fünf Arbeitsplätzen geben eine Serie von Bildschirmen Auskunft über die Position der einzelnen Züge, über die Stellung aller Weichen und über die verschiedenen Barrieren und Signale.

An der wichtigsten Position entscheidet der Chef des Teams über Betriebsanpassungen im Falle von Störungen oder Verspätungen. Soll Zug A zuerst einfahren oder muss Zug B zuerst auf die Strecke? Der konzentrierte Überblick über alle relevanten Informationen erlaubt ihm, jenen Entscheid zu treffen, der für das gesamte System am Optimalsten ist. Eine weitere wichtige Funktion nimmt jene Person ein, die für die Kundeninformation zuständig ist. Läuft alles nach Plan, so laufen die Durchsagen automatisch ab. Doch bereits bei kleineren Verspätungen werden die digitalen Anzeigen am Perron sowie die Lautsprecherdurchsagen durch den manuellen Eingriff aus der Zentrale ergänzt. Da hier eine vollständige Übersicht über alle Informationen besteht, können jene Aussagen weiter gegeben werden, die für die Kunden am Wichtigsten sind. Doch der Leiter Betriebsführung, Peter Furrer räumt ein: ‚Die Kundinnen und Kunden können oft nicht abschätzen, wie viele Faktoren im konkreten Fall massgebend sind.‘ So oder so habe eine gute Kundeninformation für die zb laufend an Bedeutung gewonnen. Und in sehr kritischen Situationen seien Leute vor Ort unentbehrlich. Wie anspruchsvoll die Aufgabe der Leitstelle ist, zeigt die Zahl von rund 250 Zügen, die jeden Tag sicher und pünktlich auf dem Netz der zb geführt werden müssen.

Eindruck

Alle Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt vom Innenleben von Werkstatt und Leitstelle. Die Kerngruppe von BBO wird die vertieften Informationen in Zukunft vermehrt in ihre Arbeit einfliessen lassen. So soll das Angebot des öffentlichen Verkehrs weiter verbessert und vor allem dessen Benützung noch deutlicher gesteigert werden. Wenn in den nächsten Jahren nicht nur das Streckennetz weiter verbessert wird, sondern auch das Rollmaterial nochmals erneuert wird (Interregio-Züge), so dürften für diese Entwicklung gute Voraussetzungen bestehen.

 

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Aktualisiert: 03.08.2009
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